05/31 2017

WordPress-Backup: Vier Strategien im Überblick

WordPress-BackupLange Zeit mag alles gut laufen, doch wenn nach einem Plugin-Update oder Hacker-Angriff gar nichts mehr geht, ist man über ein WordPress-Backup mehr als glücklich.

Es gibt verschiedenen Strategien, ein WordPress-Backup zu erstellen und jede Möglichkeit zur Datensicherung hat Vor- und Nachteile.

Ob per Plugin, Snapshot, manuell per SSH/FTP oder Shell-Script: Fünf Wege, ein WordPress-Backup zu erstellen (und wiederherzustellen) sind nachfolgend zusammengefasst.

Vorüberlegung: Umfang vom WordPress-Backup

Vor der Erstellung vom ersten Backup ist es wichtig zu überlegen, welche Daten überhaupt für eine Wiederherstellung benötigt werden.

Der WordPress-Codex gibt in einem Beitrag Klarheit, welche Daten benötigt werden.

Regelmäßig ist das der Document-Root, in dem WordPress gehostet wird („WordPress Files“) sowie die MySQL-Datenbank („WordPress Database“), in der unter anderem die Posts gespeichert sind.

Fünf Strategien für ein WordPress-Backup

WordPress-Backup-Plugin

Die einfachste Möglichkeit, ein WordPress-Backup anzufertigen, ist die Verwendung von einem Backup-Plugin.

Ein häufig verwendetes und in der Basis-Version kostenloses Backup-Plugin ist beispielsweise UpdraftPlus.

Nach der Installation wird konfiguriert, wie häufig das Backup erstellt werden soll und wohin es abgespeichert werden soll (z.B. FTP, Dropbox, Amazon S3, E-Mail).

Per WordPress-Cronjob wird das Backup fortan automatisch durchgeführt.

Beachten solltest Du, dass nur übliche WordPress-Daten in das Backup aufgenommen werden.

Hast Du z.B. eigene Scripts im Document-Root liegen, kann es sein, dass diese nicht im Backup enthalten sind.

Snapshot-Backup

Beim Snapshot-Backup kommt es darauf an, ob Dein Provider ein solches unterstützt und ob es in Deinem Webhosting-Tarif enthalten ist.

Eine Übersicht, welcher Provider ein Snapshot-Backup in Tarifen mit SSL-Zertifikat anbietet findest Du in Tabelle zu Webhosting mit SSL.

Manuelles WordPress-Backup (FTP/SSH)

Ganz ohne Setup ist ein manuelles WordPress-Backup möglich.

Vorteil: Du hast genau unter Kontrolle, was Du in die Datensicherung einfließen lässt und was nicht.

Üblicherweise werden beim manuellen Backup per FTP/sFTP (SSH) die WordPress-Files heruntergeladen und per PHPMyAdmin zusätzlich ein Export der MySQL-Datenbank erstellt.

WordPress-Backup per Shell-Script

Ein Shell-Script ist ein guter Weg für ein WordPress-Backup, jedoch benötigst Du einen SSH-Zugang und die notwendigen Rechte, um es auszuführen.

Das ist regelmäßig bei einem dedizierten Server oder einem vServer gegeben.

Du kannst sodann ein vorbereitetes Backup-Shell-Script verwenden und an die individuellen Bedürfnisse bei Deinem WordPress-Projekt anpassen.

Fazit zum WordPress-Backup

Viele Wege führen nach Rom… das gilt auch für die Datensicherung bei WordPress.

Einen Königsweg gibt es nicht.

Du musst abwägen, welche Möglichkeiten Du hast (je nach WordPress-Hosting unterschiedlich) und welche Anforderungen bestehen.

Für welche Art von WordPress-Backup Du dich sodann entscheidest: Du solltest nach dem ersten Backup die Wiederherstellung proben.

Stellst Du erst nach dem ersten echten Zwischenfall fest, dass das Backup unvollständig ist, so ist es zu diesem Zeitpunkt zu spät.